Das Neugeborenen-Shooting
Es gibt diesen einen Moment, kurz nachdem ein Baby auf der Welt ist, in dem die Zeit sich anfühlt, als würde sie kurz stillstehen. Alles ist neu, alles ist zart, alles ist kostbar. Genau diese ersten Tage und Wochen, dieses ganz besondere Gefühl von Anfang, möchte ich für euch festhalten. Nicht gestellt, nicht perfekt inszeniert, sondern so echt, wie es ist.
Wenn ihr euch für ein Neugeborenenshooting interessiert, habt ihr wahrscheinlich schon ein paar Fragen im Kopf. Wann ist der beste Zeitpunkt? Was müsst ihr vorbereiten? Was, wenn euer Baby nicht schläft? Ich beantworte euch das alles aus meiner Praxis. Ehrlich, ruhig und ohne Hochglanz-Versprechen.
1. Der richtige Zeitpunkt: Warum die ersten 10 bis 14 Tage so besonders sind
Wenn ihr euch ein klassisches Neugeborenenshooting wünscht, mit eurem Baby eingerollt, tief schlafend, eingewickelt in weiche Tücher, dann sind die ersten 10 bis 14 Lebenstage der Sweet Spot. In dieser Zeit sind die meisten Babys noch deutlich schläfriger, lassen sich leichter in ruhige Positionen bringen und tragen noch diese typische, eingerollte Neugeborenenhaltung.
Danach werden viele Babys wacher und strecken sich mehr. Die kuschelige Planbarkeit nimmt etwas ab. Das ist keine schlechte Nachricht. Es bedeutet nur, dass ich das Shooting anders angehe. Mit mehr Wachphasen, mehr Nähe und mehr Blicken. Auch das kann wunderschön sein. Wenn ihr aber dieses klassische Neugeborenen-Feeling möchtet, gilt: Je früher, desto besser.
2. Wann am besten buchen? Am liebsten schon in der Schwangerschaft
Das klingt vielleicht früh, hat aber einen guten Grund. Das Zeitfenster für ein Neugeborenenshooting ist eng. Ich reserviere für euch einen Terminblock rund um euren Entbindungstermin. Sobald euer Baby da ist, stimmen wir den genauen Tag dann nochmal fix ab.
Ideal ist eine Buchung im zweiten Trimester oder im frühen dritten Trimester. So habt ihr genug Vorlauf. Und ihr müsst euch nach der Geburt um nichts mehr kümmern, außer um euer Baby.
Und keine Sorge: Wenn euer Baby früher oder später kommt als geplant, plane ich flexibel um. Bei einem Kaiserschnitt oder wenn ihr euch erst etwas erholen möchtet, finden wir einen ruhigen Termin.
3. Studio oder Zuhause? Zwei Wege, beide schön
Ich biete beides an. Und beide Varianten haben ihre eigene Qualität.
Mein Studio hat einen Raum, den ich speziell für Neugeborenenshootings eingerichtet habe. Warm, hell, lichtdurchflutet — im Boho-Stil, der sofort einlädt und eine gemütliche Atmosphäre schafft. Kein steriler, cleaner Look, sondern ein Raum, in dem man sich schnell wohlfühlt. Das Baby, ihr als Eltern, alle. Ein praktischer Bonus: Ihr müsst zuhause nichts aufräumen oder vorbereiten, ihr kommt einfach, und alles ist bereit.
Ein Homeshooting bei euch ist das Gegenteil. Kein Reisestress, kein fremdes Umfeld, keine Anfahrt. Ihr seid in eurer Welt. Kinderzimmer, Sofa, Küche. Und das Licht, das morgens durch eure Fenster fällt. Diese Bilder wirken anders. Oft echter, intimer und besonders nah.
Kurz gesagt: Im Studio habt ihr alles, was ihr braucht: eine gemütliche, fertig vorbereitete Wohlfühl-Atmosphäre. Zuhause habt ihr euren ganz eigenen Alltag, der die Bilder einzigartig macht. Beides ist wunderschön. Ich berate euch gern dabei, was besser zu euch passt.
4. Euer Baby vorbereiten: Satt, warm, entspannt
Die wichtigste Vorbereitung für ein Neugeborenenshooting ist eigentlich ganz simpel. Euer Baby soll satt, warm und entspannt sein. Alles andere ergibt sich.
Plant vor dem Shooting eine ausgiebige Fütterung ein, direkt vor der Abfahrt oder bei meiner Ankunft. Fütterpausen während des Shootings sind völlig normal und fest eingeplant. Mein Tempo richtet sich nach eurem Baby, nicht nach einem Zeitplan.
Bei der Kleidung gilt: Zieht eurem Baby kurz vor dem Shooting keine engen Socken oder Bündchen an. Das hinterlässt Abdrücke auf der Haut, die auf den Bildern sichtbar sein können. Ein einfacher Body oder Strampler, leicht ausziehbar, ist perfekt.
Packt außerdem ein: Schnuller, Spucktuch, Ersatzwindeln, Milch oder Fläschchen. Wenn ihr mögt, kann eine White-Noise-App auf dem Handy hilfreich sein. Manche Babys beruhigen sich damit wunderbar.
Und das Baden? Optional. Manche Babys werden danach herrlich entspannt, andere eher wach und irritiert. Macht es nur dann, wenn es zu eurer gewohnten Routine gehört.
5. Was ihr selbst anziehen solltet
Ich werde oft gefragt: Was sollen wir tragen? Meine Antwort ist fast immer dieselbe. Wählt Kleidung, die man nicht sieht. Kleidung, die euch und euer Baby wirken lässt und nicht ablenkt.
Naturtöne, Creme, Beige, Grau oder gedeckte Pastelle wirken auf Bildern zeitlos und ruhig. Verzichtet am besten auf große Logos, starke Muster und Neonfarben. Mama: bitte nichts Enges. Ihr seid im Wochenbett. Ihr sollt euch wohlfühlen. Papa: ein schlichtes Shirt, ein Pulli oder ein Hemd ohne Aufdruck passt fast immer.
Alle meine Familien erhalten von mir einen Newborn Shooting Guide als pdf mit ausführlichen Informationen zur Kleidung.
Kleiner Tipp: Smartwatches und Haargummis am Handgelenk bitte ablegen. Das klingt nach einem Detail, macht auf Bildern aber einen großen Unterschied.
6. Geschwisterkinder einbinden: Kurz, liebevoll, ohne Druck
Wenn es bereits ein älteres Kind gibt, plane ich die Geschwistermomente bewusst an den Anfang des Shootings. Solange die Motivation noch hoch ist. Ich gebe Geschwisterkindern kleine Aufgaben. Händchen halten, ein Küsschen auf die Stirn geben, die Babydecke streicheln. Das wirkt natürlich, weil es genau das ist.
Sicherheit geht dabei immer vor. Euer Baby wird immer gestützt, nichts wird erzwungen. Und wenn ein Kind keine Lust mehr hat, ist das vollkommen in Ordnung. Qualität vor Dauer. Gerade hier.
7. Ablauf und Dauer: Plant Zeit ein
Ein Neugeborenenshooting dauert in der Regel 1,5 bis 2 Stunden. Nicht, weil wir die ganze Zeit fotografieren, sondern weil Pausen dazugehören. Füttern, Wickeln, Beruhigen, Kuscheln. Das ist kein Stopp. Das ist Teil des Shootings.
Ein typischer Ablauf sieht so aus: Ankommen, kurzes Gespräch, gemeinsam ankommen. Dann füttern und beruhigen. Danach Bilder von Euch mit dem Baby, Einzelportraits, Geschwistermomente und zum Abschluss noch ein paar ruhige Details.
8. Was, wenn euer Baby nicht schläft?
Das ist die Frage, die ich am häufigsten höre. Und meine ehrliche Antwort ist: Kein Problem.
Nicht jedes Baby schläft auf Knopfdruck. Und das muss es auch nicht. Wenn euer Baby wach ist, entstehen andere Bilder. Ausdrucksstarke Bilder. Offene Augen, die in die Welt schauen. Hände, die sich um euren Finger schließen. Nähe, die man spürt.
Ich passe mich an. Weniger Posen, mehr in den Armen, eingewickelt und ruhig. Viele Babys beruhigen sich durch sanftes Einwickeln in ein Tuch. Das probieren wir gemeinsam. Wenn etwas nicht komfortabel ist, wird es nicht gemacht. Punkt.
Noch Fragen? Einfach melden.
Diese ersten Tage mit eurem Neugeborenen vergehen schneller, als ihr glaubt. Ich weiß das, ich erlebe es bei jeder Familie neu. Lasst mich diese Zeit für euch festhalten. Ehrlich, warm und so, wie sie wirklich ist.
Wenn ihr Fragen habt oder einfach unverbindlich schauen möchtet, ob wir zusammenpassen, meldet euch gern. Ich freue mich auf euch.
Wer ich bin?
Ich bin Marc – Familienfotograf in Stuttgart und Umgebung.
Mein Herz schlägt für die leisen, zarten Momente des Lebens — besonders die ersten Tage und Wochen mit einem Neugeborenen. Als spezialisierter Newborn- und Familienfotograf begleite ich Familien in der Region Stuttgart bei Neugeborenen-Shootings, Babybauchshootings und Familienshootings.
Mein Ziel ist es, echte Momente einzufangen — natürlich, liebevoll und ohne Stress.



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